 |
Inhaltsangabe
der Oper La Traviata von Giuseppe Verdi |
ERSTER
AKT
Viele Gäste haben sich im Haus von Violetta
Valéry, der wunderschönen Freundin des
Barons Douphol, versammelt. Der liebreizende Stern
am Himmel der Pariser Halbwelt versucht vergebens
die Leiden ihrer schwachen Gesundheit mit Trunkenheit
zu vertuschen. So ist sie nach kürzester Zeit
gezwungen, den Tanz mit Alfred Germont, einem heimlichen
Verehrer, den sie soeben erst kennen gelernt hat,
wegen eines akuten Anfalls zu unterbrechen. Der
Gast ist sehr betroffen von ihrem Leid und gesteht
ihr zutiefst bewegt und ehrlich seine Liebe. Violetta
schenkt ihm eine Kamelie, mit dem Versprechen, ihn
wieder zu sehen, wenn sie verwelkt sei. Das Fest
ist zu Ende, und als sie allein ist, fühlt
die junge Frau zum ersten Mal eine starke Sehnsucht,
den jungen Alfred wieder zu treffen.
ZWEITER
AKT
Erste Szene
Seit einigen Monaten leben die Verliebten diskret
in einer Villa außerhalb von Paris zusammen,
weit entfernt von dem mondänen Leben, dass
beide nicht mehr interessiert. Violetta beachtet
nicht einmal die Einladungen ihrer Freundin Flora
Bervoix. Eines Tages erfährt Alfred von der
Kammerzofe, dass Violetta heimlich ihren Schmuck
verkauft, um ihren Aufenthalt zu bezahlen. Er begibt
sich auf der Stelle nach Paris, um Geld aufzutreiben
und ihr Opfer wieder auszugleichen. Während
seiner Abwesenheit empfängt sie unerwartet
Besuch von seinem Vater George Germont, der die
sofortige Lösung der nicht standesgemäßen
Liaison fordert, weil seinem Sohn der finanzielle
Ruin drohe. Zwischen dem hartherzigen Mann und der
jungen verliebten Frau entspinnt sich ein heftiger
Wortwechsel, bei dem die Frau ihre Liebe vehement
verteidigt, Germont dagegen einwirft, dass seine
Tochter wegen dieser Beziehung auf ihre Hochzeit
verzichten müsse. So willigt Violetta ein,
zum Wohle Alfreds und seiner Familie sich zurückzuziehen.
Bei seiner Rückkehr trifft der junge Mann auf
die abreisende Violetta, glaubt aber zunächst
an eine vorübergehende Abwesenheit. Erst als
er ihren Brief erhält, erfährt er, dass
es ein endgültiger Abschied war. Er reagiert
äußerst eifersüchtig, als er die
Einladung zum Ball bei Flora Bervoix sieht und fährt
sofort ab.
Zweite Szene
Verstört, aber entschlossen, eine unüberwindbare
Distanz zwischen sich und dem Geliebten zu schaffen,
kehrt Violetta zu ihrem Leben in der schillernden
Pariser Gesellschaft zurück. Sie betritt Floras
Haus an der Seite des Barons Douphol, wo sie auf
Alfred treffen. Er fordert seinen Rivalen beim Spiel
heraus und gewinnt. Besorgt über die Konsequenzen,
bittet Violetta Alfred, das Fest zu verlassen, und
als er erwidert, er würde nur in ihrer Begleitung
gehen, sieht sie sich gezwungen, ihn zu belügen:
Sie habe dem Baron versprochen, ihn niemals wieder
zu sehen. Voller Wut und Verachtung wirft Alfred
ihr das gewonnene Geld vor die Füße.
Der alte Germont wird Zeuge dieser häßlichen
Geste und tadelt seinen Sohn, hat aber nicht den
Mut, ihm die Wahrheit zu enthüllen.
DRITTER
AKT
Die traurige Szene ist tödlich für Violettas
schwache Gesundheit, die nunmehr ohne jede Hoffnung
ans Bett gefesselt ist. Ein Brief des alten Germont
hält sie noch aufrecht, in dem er ihr erklärt,
dass er seinem Sohn die Wahrheit gesagt habe und dieser
kommen und sie um Verzeihung bitten wolle. Violetta
erwartet ungeduldig den Moment, in dem sie ihren Geliebten
in die Arme schließen kann und hofft noch auf
eine glückliche Zukunft zusammen mit ihm. Doch
die Begegnung endet mit ihrem Tod: Sie hat nur noch
die Kraft, ihm eine Miniatur von sich zu schenken
und zu flüstern, dass sie vom Himmel aus für
ihn beten würde, dann haucht sie ihr Leben aus.