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ARENA
di VERONA |
Oper
in drei Akten
Libretto von Victor Léon e Victor Stein
Musik von Franz Lehàr
I. Akt
1. Szene
Ein Empfangszimmer in der pontevedrinischen Gesandtschaft. Vor dem Ball, der an diesem Abend in der Gesandtschaft stattfinden soll, beenden noch einige Beamte und der französische Attaché Camille de Rosillon ihre Arbeit. Njegus, der Privatsekretär des Gesandten, tritt mit einem Bündel unbezahlter Rechnungen ein. Alle Beklagen den traurigen Zustand der Finanzen ihres Landes und befürchten den drohenden Konkurs. Da erscheint Baron Zeta, der Gesandte, mit seiner jungen Frau Valencienne. Sie bringen ein Telegramm, in dem angekündigt, wird daß Hanna Glawari, eine schwerreiche Pontevedrinerin, den Ball besuchen wird. Die vielfache Millionärin ist seit kurzem verwitwet und auf der Suche nach einem neuen Mann. Sollte sie einen Ausländer heiraten, würde ihr Vermögen den Pontevedrinern verlorengehen, und das Land stünde ohne einen Groschen da. Man hält Graf Danilo, den Ersten Gesandtschaftssekretär, für einen geeigneten Heiratskandidaten. Camille und Valencienne bleiben allein zurück. Sie sind leidenschaftlich ineinander verliebt, aber Valencienne will ihrem Ehegelöbnis treu bleiben. Njegus, auf der Suche nach Danilo, unterbricht ihr Zusammensein, und sie gehen ab. Nun erscheint Danilo, der reichlich beschwipst ist. Amüsiert über die Heiratspläne, die Njegus ihm unterbreitet, fällt er in einen alkoholschwangeren Schlummer. Der Baron kehrt zurück und befiehlt Njegus, sicherzustellen, daß Danilo bis zum Beginn des Balles wieder nüchtern ist.
2. Szene
Der Ballsaal in der pontevedrinischen Gesandtschaft. Als Hanna Glawari eintrifft, wird ihr Danilo vorgestellt. Verblüfft stellen sie fest, daß sie sich kennen sie waren vor zehn Jahren, als Hanna noch ein armes Bauernmädchen war, ineinander verliebt, aber auf Betreiben seiner aristokratischen Eltern mußte Danilo ihre Affäre beenden. Nun ist er völlig überrascht über die Verwandlung Hannas, und verwirrt wischt er sich den Schweiß von der Stirn. Das Tuch, das er dazu verwendet, erkennt Hanna als das Geschenk, das sie ihm als Andenken zum Abschied gab. Danilo gesteht ihr, daß er sie immer geliebt habe, aber Hanna glaubt, daß er nur an ihrem Vermögen interessiert ist und weist ihn ab. Hanna schließt sich den anderen Gästen zum Diner an, während Danilo seinen Erinnerungen nachhängt. Nach dem Diner kehrt der Baron mit Hanna in den Ballsaal zurück und bittet sie, einen Partner für der nun folgenden Tanz zu wählen. Hanna tut es leid, daß sie so abweisend zu Danilo war, und sie fordert ihn zum Tanz auf. Er jedoch lehnt verletzt ab und beginnt einen Walzer mit einer anderen Dame. Valencienne drängt Camille, einen drohenden Eklat zuvorzukommen, und so fordert er Hanna zum Tanz auf. Doch während des Tanzes findet sich Hanna Danilo gegenüber. Sie widersteht seinen Bemühungen, kann aber nicht wirklich verbergen, daß sie ihn liebt.
II. Akt
Der Garten von Hannas Villa. Hanna gibt im Garten ihrer Villa eine pontevedrinische Soiree, und die Gäste feiern mit ihren Nationaltänzen. Während alle zum Diner in die Villa gehen, beschließen Zeta, Danilo und Njegus, einander um acht Uhr im Pavillon zu treffen, um zu besprechen, welche Fortschritte Danilo mit Hanna gemacht hat. Obwohl die drei sich gegenseitig etwas mißtrauen, scheinen sie doch ein ganz gutes Einvernehmen erlangt zu haben. Valencienne und Camille schleichen sich in den verlassenen Garten, und als sie schließlich seinem leidenschaftlichen Werben nachgibt, ziehen sie sich in den dunklen Pavillon zurück, beobachtet von Njegus. Als sich der Baron und Danilo nähern, versperrt Njegus in Panik die Tür zum Pavillon und versucht, den Schlüssel zu verstecken. Während der Gesandte mit Njegus um den Schlüssel ringt, kommt Hanna. Sie erfaßt sofort die Situation, laßt Valencienne durch eine Seitentür aus dem Pavillon entkommen und nimmt selbst ihren Platz ein. Endlich kann der Baron die Tür aufsperren, und er befiehlt dem Paar, herauszukommen. Sehr zum Erstaunen aller erscheint Camille mit Hanna, und sie verblüfft alle mit der Mitteilung, daß sie gedenke, Camille zu heiraten. Die erstaunten Gäste entbieten kühle Gratulationen und verabschieden sich. Danilo geht als letzter und schleudert Hanna das Tuch vor die Füße, mit dem sie gerade erst das Band ihrer liebe neu geknotet halte. Sie hebt es auf und weiß nun, daß Danilo sie wirklich liebt.
III. Akt
Chez Maxims. Die Pontevedriner beschließen, in Chez Maxims zu gehen, um dort mit ihren letzten Francs ihre Sorgen im Champagner zu ertränken. Fröhliches Treiben herrscht, bis Camille eintrifft. Er ist so leichtsinnig, zu hoffen, hier mit Valencienne zusammentreffen zu können. Die Pontevedriner verhöhnen ihn, allen voran Valencienne, doch sie werden mehr von privaten als von politischen Gefühlen geleitet. Plötzlich erscheint Hanna und nimmt Camilles nur zögernd offerierten Arm. Das wird Danilo zuviel, und er will Camille zum Duell auffordern. Hanna und Valencienne gehen dazwischen, und aus der Art, wie sich Valencienne schützend vor Camille stellt, muß der Gesandte erkennen, daß seine Befürchtungen nicht grundlos waren. Resigniert fügt er sich in das Unvermeidliche. Alle sind gegangen, nur Hanna steht versunken da. Leise kommt Danilo zurück und schließt sie reuevoll und alles vergebend in seine Arme.